Der Karnische Höhenweg

Karnischer08-18Der Karnische Höhenweg ist ein Teilstück des Via della Pace (Friedensweg); er führt den gesamten Karnischen Kamm entlang, der an der Grenze zwischen Österreich und Italien verläuft, ist insgesamt 150 km lang und führt von Sillian bis Arnoldstein. Der alpinistisch interessanteste Teil erstreckt sich westlich des Plöckenpasses entlang der höchsten Gipfel des Karnischen Kamms. Der alpine Weitwanderweg führt durch ein landschaftlich überaus schönes und abwechslungsreiches Gebiet, das noch vor wenigen Jahrzehnten im Ersten Weltkrieg äußerst hart umkämpft war. Zahlreiche Steiganlagen, weitverzweigte Schützengräben, Überreste alter Stellungen, zu Bunkern ausgebaute Felskavernen und Soldatenfriedhöfe erinnern an diese schrecklichen Zeiten zwischen 1915 und 1918. Damals mussten tausende Männer im Sommer und im Winter in einem Stellungskrieg in Höhen zwischen 2000 und 2700 m unter widrigsten Bedingungen in notdürftigen Unterkünften ausharren. Nicht nur durch Kampfhandlungen sondern auch durch Lawinenunglücke, Krankheiten und Erfrierungen verloren viele junge Menschen ihr Leben. Heute sind die zerstörten Wegteile zu einem einzigen verbindenden Weg bergbegeisterter Menschen wiederhergestellt.

 

Sechs Alpenkranzler aus Erding erwanderten in 4 ½ Tagen das Teilstück zwischen Sillian und dem Plöckenpass. Von der Leckfeldalm führte der Weg über die z. Zt. Im Umbau befindliche Sillianer Hütte auf der Kammroute mit herrlichem Ausblick auf die Sextener Dolomiten zur Obstanser Seehütte. Über die Pfannspitze (2678 m) vorbei am Kleinen und Großen Kinigat erreichte man die Porzehütte. Auf der „Königsetappe“ zum Hochweißsteinhaus waren auf 18 km Wegstrecke jeweils 1400 Hm im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Nach der letzten Übernachtung in der idyllisch gelegenen Wolayer Seehütte ging es nach insgesamt 70 km und 4700 Höhenmetern im Aufstieg zum Ziel hinunter zur Unteren Valentinsalm.

Die Tour bei bestem Wanderwetter unter der Tourenleitung von Heinz Barczewski genossen haben Evi Baumann, Sebastian Götz, Sepp Kirmair, Tobi Krüger und Robert Stimmer